Geschichte der Kaffeebarista

Wie die meisten guten Geschichten, so hat auch diese einen ziemlich genau festzulegenden Anfangspunkt: Stockholm, Dezember 2004. Eigentlich ein ganz normaler Kurz-Trip für Weihnachtseinkäufe und um eine neue Stadt zu erkunden – so gut oder schlecht das eben an 2 Tagen geht. Am ersten Tag haben wir uns nach ein paar Stunden reichlich durchgefroren und ziemlich müde in das nächstbeste „Teil“ gerettet, was warm und gemütlich aussah. Das war es dann auch. Zudem war der Kaffee lecker und das Essen zwar einfach, aber gut. Und interessant war es auch noch, weil von innen gut zu beobachten war, was draussen so passiert.

Uneigentlich wurden die 20 Minuten in diesem Laden zum Auslöser für den Wunsch, eigene „Läden“ zu eröffnen und zu betreiben.  Zunächst setzte sich das eher unspezifisch im Hirn fest als „so ein Ding, bei dem man im Fenster sitzt, Kaffee trinkt und dabei das Geschehen draussen beobachtet“.

Dann zogen die Gedanken Kreise und schossen ins Kraut – im wahrsten Wortsinn: Ein Café kombiniert mit Gärtnerei. Nett, aber nicht realistisch. Zum einen wurde immer deutlicher, dass wir mit den gastronomischen Projekten aus unserer eher ländlichen Wohnidylle (böse Zungen würden auch von ländlicher Langeweile sprechen) raus und ins urbane Leben rein wollen – Salatfeld und Olivenhain im Nordend? Eher unwahrscheinlich! Zum anderen fehlt uns dafür schlicht die notwendige Portion Romantik; von der Fachkenntnis ganz zu schweigen. Man soll ja ehrlich zu sich sein.

Also weiter gedacht … ein Café mit Buchhandlung? Nein, zu abgeschmackt und ganz eindeutig mindestens 2 Nummern zu groß! Café mit Kleinkunst… auch nicht das richtige für uns. So ging das im Laufe der Jahre noch mit ein paar Ideen, bis sich schliesslich das Konzept herauskristallisiert hat, welches wir heute verfolgen und verfeinern.

Irgendwann wurde uns auch klar, dass dieses Vorhaben keine aus einer Laune heraus entstandene Idee ist, sondern sich zu einem echten Ziel entwickelt hat: Wir wollen das machen! Also haben wir in den Jahren 2009 und 2010 einige Grundlagen geschaffen und standen nunmehr an einem Punkt, an dem es losgehen konnte: Frankfurt, Januar 2011.